100 Jahre Gross-Berlin

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpremiere „100 Jahre Groß-Berlin: Die Grünfrage“ von Harald Bodenschatz und Dorothee Brantz.

Schon beim Wettbewerb Groß-Berlin 1910 war klar geworden: Wachsende Metropolen benötigen nicht allein Verkehrsstraßen und Wohnquartiere, sondern auch Stadtgrün: grüne Keile, grüne Ringe, grüne Straßen, grüne Plätze und »Gartenstädte«.

Deshalb erhielt der 1912 gegründete Zweckverband Groß-Berlin den Auftrag, größere Flächen zu erwerben. Doch erst die Bildung von Groß-Berlin 1920 bot Raum für nennenswerte grüne Wohnsiedlungen, Volksparks, Sport- und Spielplätze. Unter der nationalsozialistischen Diktatur dominierte zwar das Bauen in Stein, doch gab es auch hier einige grüne Projekte. Nach dem Krieg wurde in der nun geteilten Stadt auf beiden Seiten der Kampf gegen das sogenannte »steinerne Berlin«, das heißt gegen stark verdichtete Quartiere, postuliert und geführt. Aber auch wenn damals unterm Banner urbaner Auflockerung das Grün eine neue Wertschätzung erfuhr, musste es doch oft dem Auto weichen. Nach dem Fall der Mauer wurden Regionalparks in Brandenburg geplant und neue Parks in Berlin angelegt. Die IGA 2017 setzte diese Entwicklung fort. Bereits 1990 hatte die vorindustrielle Berlin-Potsdamer Parklandschaft das Prädikat »Weltkulturerbe« erhalten. Heute stellt sich angesichts des Wachstums Berlins und der sich zuspitzenden Herausforderungen durch Klimawandel, Arten- und Ressourcenschutz die Frage nach einer wünschenswerten Balance von Stein und Grün in neuer Weise. Und sie stellt sich wie schon vor hundert Jahren in einer regionalen Perspektive – als gemeinsame Aufgabe von Berlin und Brandenburg.

am: Donnerstag, 04.07.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

Begegnungen mit Walter Gropius in 'The Architects Collaborative' TAC

von Arnold Körte

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpräsentation »Begegnungen mit Walter Gropius in 'The Architects Collaborative' TAC« von Arnold Körte.

Jeder in Berlin kennt die Bauten von Walter Gropius aus den Nachkriegsjahren, aber wer kennt das Architekturbüro, das sie von der Ostküste der USA aus plante?

Nach einem einleitenden Vortrag führt Prof. Arnold Körte (Architekt) ein Gespräch mit Prof. Dr. Jörg Haspel (Landeskonservator a.D.), Prof. Dr. Matthias Noell (Architekturhistoriker, UdK Berlin) und Dr. Christoph Rauhut (Landeskonservator von Berlin) über die zweite Karriere von Walter Gropius in den USA und das Schaffen des legendären Büros TAC. Moderation: Dr. Merle Ziegler Walter Gropius, der Gründer des Bauhauses, begann nach seiner Emigration in die USA noch einmal neu. Zunächst unterrichtete er Architekturstudenten in Harvard. Doch dann ergriff er im Alter von 62 Jahren die Chance zur Bürogründung, zusammen mit sieben jungen Partnern. Bei dem Architektenkollektiv „The Architects Collaborative“, kurz TAC, stand der Teamgedanke im Zentrum, und das Büro lockte einen hochmotivierten Mitarbeiterstab aus der ganzen Welt an. Wer war Gropius in den USA? Und wie wurde in dem Büro gearbeitet? Arnold Körte erlebte dies 1962–64 als Mitarbeiter bei TAC. Ihm gelingt eine lebendige Rückschau auf Begegnungen mit Gropius, dessen Gedankenwelt und dessen gewinnende Art das Büro prägten.

am: Dienstag, 04.06.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

Das Leben der Ise Frank

von Jana Revedin

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpräsentation "Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus - Das Leben der Ise Frank" von Jana Revedin. Eine Lesung mit anschließender Diskussion.

Prof. Dr. Jana Revedin, geboren 1965 in Konstanz (D), ist eine deutsche Architektin, Theoretikerin und Schriftstellerin. Sie lebt und arbeitet in Wernberg, Kärnten und Venedig. Nach dem Studium von Architektur und Städtebau in Buenos Aires, Princeton und Mailand promovierte und habilitierte sie an der Universität Venedig über das Verständnis des öffentlichen Raums als Katalysator demokratischen Selbstverständnisses in der deutschen Reform- Moderne (Tutor Aldo Rossi) und ist heute ordentliche Professorin für Architektur und Städtebau an der Ecole spéciale d´architecture Paris und an der Ecole supérieure d´architecture der Universität Lyon.

Die Verfasserin von Standardwerken der Architekturtheorie ist auf die deutsche Reform- Avant-Garde spezialisiert, deren sozialen und ökologischen Anspruch sie zum Maßstab zeitgenössischer nachhaltiger Architektur und Stadtentwicklung macht.

2014 wurde Jana Revedin zur Ritterin der französischen Ehrenlegion Chevaliers des Arts et des Lettres geschlagen. Ihr biographischer Roman zum Leben der Ise Frank, Walter Gropius‘ zweiter Ehefrau und Wegbereiterin der Bauhaus-Idee wurde 2019 zum Grimme Preis (3Sat Verfilmung) und zum Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

am: Mittwoch, 22.05.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

THE WALL

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpräsentation »The Wall« mit Fotografien Annet van der Voort.

Der Atlantikwall ist eine vom nationalsozialistischen Deutschland während des Zweiten Weltkriegs errichtete Verteidigungsanlage, die die westeuropäische Küstenlinie von der spanisch-französischen Grenze bis nach Nordnorwegen gegen eine befürchtete alliierte Invasion schützen sollte. Betrachtet man die Summe der zwischen 1942 und 1944 auf einer Länge von über 6000 Kilometern erbauten großen und kleineren Bunkerkomplexe als eine architektonische Einheit, dann handelt es sich hierbei um eines der größten Bauwerke der Geschichte, vergleichbar nur mit dem römischen Limes oder der chinesischen Mauer. Über 13 Millionen Kubikmeter Beton flossen in seine Entstehung.

Die Überreste des Atlantikwalls an den Küsten von Norwegen, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und den britischen Kanalinseln hat die Fotografin Annet van der Voort während eines über dreijähriger Arbeitsprozesses im Bild festgehalten.

Was ist von diesem aus Aggression und Angst gespeisten Vorhaben geblieben? Heute, fast 80 Jahre nach ihrem Entstehen, befinden sich die meisten Bunkeranlagen in einem Zustand des Vergehens. Längst ihrer ursprünglichen militärischen Funktion beraubt, alt, porös und hinfällig geworden, sind sie mittlerweile von den Dünen gerutscht, halb unter Sand begraben, von Wellen umspült. Ihre einst todbringende Funktion lässt sich nur mehr erahnen. Dennoch: Ihre architektonische Diversität, ihre immer noch bedrohliche Aura, ihre skurrile Einbettung in die Natur und ihre unästhetische Schönheit üben auch auf den heutigen Betrachter eine faszinierende Wirkung aus.



am: Freitag, 15. März 2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

NEUES PALAIS IN SANSSOUCI

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zu der Buchpräsentation „Neues Palais in Sanssouci“ mit Fotografien von Friederike von Rauch.

Vor hundert Jahren wurde das barocke Neue Palais im Park von Sanssouci zum Museum. Heutige Besucher ahnen kaum, dass sich jenseits prunkvoller Interieurs die Raumfolgen fortsetzen und lange Zeit als Werkstätten, Büros Schlosses werden diese Nutzungen nun ausgelagert. Die Berliner Fotografin Friederike von Rauch hat bei ihren unzähligen Streifzügen durch das Schloss die einzigartige Atmosphäre des Übergangs festgehalten.

Entdecken Sie die nicht frei zugänglichen Räume des Neuen Palais mit Samuel Wittwer, Direktor der Schlösser und Sammlungen, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Friederike von Rauch, Fotografin Rudolf Prinz zur Lippe, Professor der Ästhetik und Sozialphilosophie.

Nach einer kurzen historischen Einführung zum Palais und einem Vortrag zu den Räumen des Schlosses von Samuel Wittwer, erzählt Friederike von Rauch von ihrer Arbeit an diesem beeindruckenden Ort. Gemeinsam mit Rudolf Prinz zur Lippe sprechen die beiden über die Preußischen Schlösser, deren Bedeutung in der heutigen Zeit und darüber, was die entstandene Publikation so besonders macht.


am: Dionnerstag, 07.03.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

Das bauhaus gibt es nicht

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur der Buchvorstellung „Das bauhaus gibt es nicht“ von Prof. Dr. Wulf Herzogenrath (Leiter der Sektion Bildende Künste der Akademie der Künste Berlin) erschienen im Alexander Verlag.

Prof. Dr. Wulf Herzogenrath im Gespräch mit Dr. Stefan Kraus (Direktor des Kolumba-Museums Köln) über seine eigene Infizierung mit dem Bauhaus-Geist sowie über die gegenwärtige politisch-ästhetische Situation und mögliche Analogien zu der Zeit, in der Gropius und seine Mitstreiter operiert haben.


am: Mittwoch, 27.02.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

Schinkel
A Meander through his Life and Work

 

Kurt W. Forster (Yale University School of Architecture) stellt mit seiner Gesprächspartnerin Dr. Lidia Gasperoni (TU Berlin) und seinem Kollegen Holger Kleine (Wiesbaden)  Schinkel ins Zentrum von Überlegungen die aus philosophischer, technischer und literarischer Sicht die Aktualität seiner Architektur beleuchten.

Vielfältige Verbindungen mit Wissenschaft und Kunst sicherten dem Architekten Karl Friedrich Schinkel eine eminent kulturelle Präsenz in Berlin. Ein erfindungsreicher Szenograf und passionierter Leser, zudem musikalisch und zeichnerisch begabt, erdachte Schinkel eine Fülle von Projekten und begann sie in Stichserien herauszugeben. Damit erfand er die erfolgreichste Form der Architekturpublikation überhaupt. Seine Architekturbilder bereicherte er mit Erfahrungen auf dem Theater und verlieh seinen Bauten eine stark affektive Wirkung, die weit über historische und technische Belange hinausweist. Weitgereist zwischen Sizilien, Schottland, Polen und Frankreich erdachte Schinkel Bauten, die sich im internationalen Vergleich zu behaupten vermögen und als Bauideen bis heute eine nachhaltige Wirkung zeitigen.


am: Freitag, 01.02.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

bau1haus
DIE MODERNE IN DER WELT

 

Der Fotograf Jean Molitor im Gespräch mit Dr. Kaija Voss, Architekturhistorikerin.

In seinem Projekt bau1haus nimmt der Fotograf Jean Molitor seit 2009 die Ästhetik der Bauten der Moderne in den Fokus. Mit seinen kühnen und sachlichen Entwürfen hinterließ das Bauhaus Spuren in aller Welt. Ob im Herzen Afrikas, in Asien, Amerika oder Europa: Jean Molitor geht auf die Suche, um sie zu entdecken. Durch seine Bilder macht er die globalen Verbindungen des Bauhaus deutlich.


am: Montag, 14.01.2019
um: 19:30 Uhr
im: Bücherbogen am Savignyplatz

 

Lifestyle


Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Buchpräsentation des neuen Bandes von Frank Kunert Lifestyle erschienen im Hatje Cantz Verlag.

Nach »Verkehrte Welt« und »Wunderland« verewigt Frank Kunert in seinem dritten Buch »Lifestyle« 24 weitere Miniaturen, die er liebevoll gebaut und mit einer analogen Großformatkamera aufgenommen hat.

Gewohnt humorvoll und doppeldeutig sind auch die neuen Arbeiten: In ihnen trifft der Alltag plötzlich auf seine Grenzen, ja, wird ad absurdum geführt, Tragik schlägt in Komik um und Witz wird infrage gestellt. Kunerts Arbeiten sind irgendwo zwischen Groteske und Metaphysik angesiedelt. Im Gespräch mit Lena Kiessler (Hatje Cantz) berichtet Frank Kunert von der Entstehung, den Hintergründen und Inspirationsquellen seiner Fotoarbeiten. Frank Kunert wird seie Bücher auch signieren.

Hatje Cantz Verlag, 2018. 72 Seiten, 34 Abb. Gebunden
16,80 Euro

 


Donnerstag, 29.November • 19.30 Uhr
Bücherbogen am Savignyplatz
Stadtbahnbogen 592–595, 10623 Berlin

 

Die Chubbuck-Technik
The Power of the Actor. Ein Schauspiel-Lehrbuch

Wir laden Sie und Ihre Freunde ganz herzliche ein zu der Buchvorstellung Die Chubbuck-Technik von Ivana Chubbuck erschienen im Alexander Verlag. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich wegen begrenzter Platzzahl.

Ivana Chubbucks international gefeiertes Lehrbuch erstmals auf Deutsch: Die Chubbuck-Schauspieltechnik – in 12 Schritten zum Erfolg.
Brad Pitt, Halle Berry, Jim Carrey, James Franco und viele andere Oscar- und Golden-Globe-Gewinner vertrauen auf Schauspielcoach Ivana Chubbuck. Ihr Lehrbuch The Power of the Actor (2004) wurde bereits in zahlreiche Sprachen übersetzt und erscheint nun endlich auch auf Deutsch. Es liefert die präzise Methodik der Chubbuck-Technik: Ein schlüssiges und auf schrittweises Vorgehen und praktische Anwendung angelegtes System, das jedem einen Zugang zu den eigenen Emotionen eröffnet und den Weg zeigt, diese nicht nur zu fühlen sondern sie mit Maß und machtvoll einzusetzen. »Ich erwarte von den Leuten, dass sie die Dinge offenlegen, derer sie sich normalerweise schämen. Ich erkläre ihnen, dass es Farben und Werkzeuge sind, um ein schönes Gemälde zu erschaffen: Das ist Schauspiel. Was ich unterrichte, ist Bestärkung. Nimm deinen Schmerz, deine Ängste und Unsicherheiten – aber statt dich damit zu zerstören, nutze sie für deine Zwecke. Die Zuschauer haben die gleichen Unsicherheiten und Probleme wie du, aber du machst etwas daraus, das sie vielleicht auch können. Das gibt ihnen Hoffnung und sie wollen dich wieder sehen.« Ivana Chubbuck
Alexander Verlag, Berlin, 2017, 366 Seiten, kart. 28,00 Euro

 


Mittwoch, 23.November • 19.30 Uhr
Bücherbogen am Savignyplatz
Stadtbahnbogen 592–595, 10623 Berlin

 

Kreativität zwischen Mythos, Habitus und Profession.

 Wir laden Sie und Ihre Freunde ganz herzliche ein zu der Buchvorstellung KÜNSTLER! Kreativität zwischen Mythos, Habitus und Profession von Wolfgang Ruppert erschienen im Böhlau Verlag.   Wolfgang Ruppert stellt im Gespräche mit Wolgang Ullrich sein neues Buch vor.

Die Geschichte der Künste im 20. Jahrhundert wurde bisher meist als Stilgeschichte dargestellt. Mit diesem Buch wird sie in einer neuen Perspektive als Kulturgeschichte "des Künstlers" und der Erfindungen schöpferischer Kreativität gedeutet. Es ist zugleich die Geschichte eines Mythos, der bis heute von hoher Anziehungskraft ist.

Jede Generation der Künstler variiert ihr Selbstverständnis innerhalb der jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Rahmenbedingungen in symbolischen und ästhetischen Formen neu.

Diese wie auch die Strukturen des Kunstbetriebs als Voraussetzungen für kreative Subjektivität und die Autonomie künstlerischer Arbeit werden vom Autor in ihren Konstanten und Transformationen eingehend untersucht.


Mittwoch, 14.November • 19.00 Uhr
Bücherbogen am Savignyplatz
Stadtbahnbogen 593–594, 10623 Berlin